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web-digital 12. April 2026 6 Min. Lesezeit

Das richtige CMS — eine ehrliche Entscheidungshilfe

Von Daniel

Das richtige CMS — eine ehrliche Entscheidungshilfe

Welches CMS für welches Projekt — das ist die richtige Frage. Nicht welches System „das beste" ist. Denn „das beste CMS" existiert nicht. Es gibt nur das passende Werkzeug für eine konkrete Aufgabe.

WordPress läuft auf 60,7 % aller CMS-Websites weltweit (W3Techs, April 2026). TYPO3 dominiert im deutschsprachigen Mittelstand. Drupal betreibt über die Hälfte aller Regierungswebsites. Webflow wächst schneller als alle anderen. Jedes davon ist das richtige Werkzeug — für den richtigen Kontext.

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Warum die CMS-Wahl so oft falsch getroffen wird

Die meisten CMS-Entscheidungen in deutschen Unternehmen werden aus einem von drei falschen Gründen getroffen: Die Agentur empfiehlt das System, das sie am besten kennt. Der IT-Leiter wählt das System, das er schon mal gesehen hat. Oder jemand liest einen Blogartikel mit dem Titel „Die 10 besten CMS 2026" und nimmt das erste aus der Liste.

Keiner dieser Gründe hat etwas mit den tatsächlichen Anforderungen des Projekts zu tun.

Die Folge: Systeme, die nach zwei Jahren nicht mehr wartbar sind. Budgets, die für Anpassungen verbrannt werden, die das richtige System von Haus aus mitgebracht hätte. Redakteure, die gegen eine Oberfläche kämpfen, die nicht für ihren Arbeitsalltag gemacht ist. Entwickler, die Workarounds für Limitierungen bauen, die es im richtigen System nicht gegeben hätte.

Eine CMS-Entscheidung ist keine Softwareentscheidung. Es ist eine Organisationsentscheidung mit einer Lebensdauer von fünf bis zehn Jahren und Auswirkungen auf Redaktion, IT, Marketing, Compliance und Budget.

Die drei Faktoren, die wirklich zählen

Die richtige CMS-Wahl hängt von drei Faktoren ab — nicht von Feature-Listen, nicht von Marktanteilen, nicht von der Meinung des Praktikanten:

Faktor 1: Organisationsgröße und redaktionelle Komplexität. Wie viele Menschen pflegen Inhalte? In wie vielen Sprachen? Mit welchen Freigabeprozessen? Eine Marketingmanagerin, die allein den Blog pflegt, hat andere Anforderungen als 40 Redakteure in 8 Ländern mit gestaffelten Freigaberechten.

Faktor 2: Systemintegrationsbedarf. Muss das CMS mit einem ERP sprechen? Mit einem CRM? Mit einem PIM für Produktdaten? Mit einem DAM für Medien? Oder reicht eine Website, die für sich steht? Die Antwort auf diese Frage eliminiert sofort die Hälfte aller Optionen.

Faktor 3: Verfügbare technische Kapazität. Hat die Organisation ein IT-Team, das ein CMS warten kann? Gibt es Budget für externe Entwickler? Oder muss das System so funktionieren, dass kein Entwickler nötig ist? Wer mit dem komplexesten System startet, weil es „professionell" klingt, zahlt doppelt — einmal bei der Implementierung, einmal beim Betrieb.

CMS-Vergleich: WordPress, TYPO3, Drupal, Webflow

WordPress TYPO3 Drupal Webflow
Marktanteil gesamt 60,7 % ~0,5 % ~1,5 % ~1,2 %
Zielgröße Alle 100+ MA 200+ MA Alle
Technisches Team nötig Nein Ja Ja Nein
Mehrsprachigkeit Plugins Nativ Nativ Begrenzt
Systemintegration Begrenzt Mittel Tief Begrenzt
EU-Hosting / DSGVO Ja Ja Ja Eingeschränkt
Implementierungskosten 5k–30k € 20k–150k € 30k–200k € 3k–30k €

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Quellen: W3Techs (April 2026), BuiltWith (April 2025), Search Engine Journal (Oktober 2025)

WordPress: Das Arbeitspferd des Webs

WordPress ist das meistgenutzte CMS der Welt — und das ist kein Zufall. Es ist gut durchdacht, breit unterstützt und hat ein riesiges Ökosystem an Plugins, Themes und Entwicklern. 60,7 % aller CMS-betriebenen Websites weltweit laufen auf WordPress (W3Techs, April 2026). Das allein sagt noch nichts über Qualität — es sagt etwas über Vielseitigkeit.

Wann WordPress die richtige Wahl ist

WordPress funktioniert hervorragend für Unternehmenswebsites bis mittlere Komplexität, Blogs und Content-Marketing-Plattformen, Landingpages und Kampagnenseiten, Teams ohne technisches CMS-Know-how und Projekte mit überschaubarem Budget und standardisierten Anforderungen.

Die Stärke von WordPress liegt in der Geschwindigkeit: Von der Idee zur fertigen Website in Wochen, nicht Monaten. Das Plugin-Ökosystem deckt 90 % aller Standardanforderungen ab — SEO, Formulare, E-Commerce, Mehrsprachigkeit, Newsletter-Anbindung. Für die meisten Unternehmen reicht das.

Wann WordPress an seine Grenzen stößt

WordPress wird problematisch, wenn sehr hohe gleichzeitige Nutzerzahlen erwartet werden und die Website nicht auf einer spezialisierten Hosting-Infrastruktur liegt. Ebenso bei komplexen Berechtigungsstrukturen, wo 15 verschiedene Redakteursrollen mit unterschiedlichen Rechten pro Seitenbereich gebraucht werden. Tiefe ERP- und CRM-Integrationen sind möglich, aber aufwändig — WordPress wurde nicht als Middleware konzipiert. Und bei strengen Sicherheitsanforderungen für Behörden oder den Finanzsektor stößt WordPress an architektonische Grenzen.

Das größte Risiko bei WordPress ist nicht das System selbst — es sind die Plugins. Jedes Plugin ist eine potentielle Sicherheitslücke, eine potentielle Kompatibilitätsfalle, eine potentielle Performance-Bremse. Eine WordPress-Site mit 30 Plugins ist schwerer zu warten als eine TYPO3-Site mit gezielter Konfiguration.

Was WordPress wirklich kostet

Eine professionelle WordPress-Website liegt zwischen 5.000 und 30.000 Euro — je nach Design-Anspruch, Funktionsumfang und Individualisierung. Laufende Wartung: 100 bis 500 Euro monatlich für Updates, Backups und Sicherheitsmonitoring. Premium-Plugins kosten 50 bis 500 Euro pro Jahr. Hosting: 20 bis 200 Euro monatlich, je nach Anforderung.

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TYPO3: Die Enterprise-Option für den DACH-Raum

TYPO3 ist das Enterprise-CMS der DACH-Region. Eine aktive deutschsprachige Community, viele lokale Agenturen mit TYPO3-Expertise, deutschsprachige Dokumentation und Schulungen — das macht Wartung und Support regional einfacher organisierbar als mit jedem anderen Enterprise-CMS.

Wann TYPO3 die richtige Wahl ist

TYPO3 funktioniert hervorragend für den Mittelstand in der DACH-Region mit Enterprise-Anforderungen, wenn lokale Unterstützung und bewährte Systemlandschaften im Vordergrund stehen. Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern, einer bis drei Sprachen und einem IT-Team, das grundlegendes CMS-Verständnis hat, sind die Kernzielgruppe.

TYPO3 hat in den Versionen 12 und 13 massiv an Modernität gewonnen: Composer-basierte Installation, moderne Backend-Oberfläche, bessere Performance, bessere Sicherheitsarchitektur. Es ist nicht mehr das schwerfällige System, das es vor zehn Jahren war.

Wo TYPO3 an Grenzen stößt

Weniger stark bei: globaler Community und internationalen Best Practices, API-first-Architektur für Headless-Szenarien, sehr hohen Concurrent-User-Anforderungen und Integration in internationale Systemlandschaften jenseits des DACH-Raums. Wenn ein Unternehmen in München eine Website baut, die auch in Tokio, São Paulo und Lagos funktionieren muss — mit lokalen Redakteuren, lokalen Compliance-Anforderungen und lokalen Systemintegrationen — dann stößt TYPO3 an praktische Grenzen.

Was TYPO3 wirklich kostet

Implementierung: 20.000 bis 150.000 Euro. Laufende Wartung: 300 bis 1.500 Euro monatlich. Entwicklerstundensätze im DACH-Raum: 80 bis 150 Euro, gut verfügbar.

Drupal: Das Enterprise-CMS für komplexe Anforderungen

Drupal ist das CMS für Organisationen, die Skalierbarkeit, Sicherheit und Kontrolle über komplexe Inhaltsstrukturen brauchen. Über 56 % aller Regierungswebsites weltweit laufen auf Drupal — das NASA, das Weiße Haus, die EU-Kommission. In Deutschland nutzen es Unternehmen mit internationaler Ausrichtung, Hochschulen und Organisationen mit hohen Compliance-Anforderungen.

Wann Drupal die richtige Wahl ist

Drupal funktioniert hervorragend für Organisationen ab 200 Mitarbeitern mit komplexen Inhaltsstrukturen, internationale Websites mit 5+ Sprachen und dezentralen Redaktionen, Projekte mit hohen Sicherheits- und Compliance-Anforderungen und tiefe Systemintegrationen — ERP, PIM, DAM, CRM. Die native Mehrsprachigkeit von Drupal ist die beste im Open-Source-Bereich. Wenn du Inhalte in 10 oder 20 Sprachen mit unterschiedlichen Freigabeprozessen verwaltest, ist Drupal in seiner Klasse schwer zu schlagen.

Wo Drupal an Grenzen stößt

Drupal ist nicht für jedes Projekt: Die Entwickler-Community in Deutschland ist kleiner als bei WordPress oder TYPO3. Implementierungskosten starten bei 30.000 Euro. Der Wartungsaufwand ist höher, weil Drupal spezialisiertes Know-how erfordert. Für eine überschaubare Firmenwebsite mit 10 Seiten ist Drupal schlicht zu viel Werkzeug — wie einen Sattelschlepper für den Wocheneinkauf nehmen.

Was Drupal wirklich kostet

Implementierung: 30.000 bis 200.000 Euro. Laufende Wartung: 500 bis 2.000 Euro monatlich. Entwicklerstundensätze: 100 bis 180 Euro — spezialisierte Drupal-Entwickler sind teurer und schwerer zu finden als WordPress- oder TYPO3-Entwickler.

Webflow: Design-Kontrolle ohne Entwickler-Abhängigkeit

Webflow ist kein klassisches CMS. Es ist ein visuelles Web-Entwicklungs- und Publishing-Tool — responsives HTML, CSS und JavaScript, visuell erstellt, ohne Code. Im allgemeinen CMS-Markt wächst Webflow rasant (W3Techs, 2025) — ein Zeichen für die Verschiebung hin zu visuellen, code-freien Plattformen.

Wann Webflow die richtige Wahl ist

Webflow funktioniert hervorragend für Marketing-getriebene Websites, Kampagnenseiten, Unternehmen bis ca. 200 Mitarbeiter und Teams, die ohne Entwickler-Ticket Inhalte und Seiten aktualisieren wollen. Die größte Stärke: Designer können pixel-perfekte Websites bauen, ohne eine Zeile Code zu schreiben, und Redakteure können Inhalte pflegen, ohne einen Designer zu brauchen.

Wo Webflow an Grenzen stößt

Webflow ist nicht geeignet für tiefe Systemintegrationen, komplexe redaktionelle Workflows mit vielen Nutzern, sehr große Inhaltsmengen (1.000+ Seiten werden unübersichtlich) und datenschutzkritische Projekte. Hosting läuft ausschließlich auf US-Infrastruktur (AWS und Fastly) — für Projekte mit strengen DSGVO-Anforderungen oder Behörden ist das ein Ausschlusskriterium.

Was Webflow wirklich kostet

Implementierung: 3.000 bis 30.000 Euro. Laufende Kosten: Webflow-Plan (29 bis 49 USD/Monat für Business), keine separaten Hosting-Kosten, minimale Wartung. Gesamtkosten über 3 Jahre liegen oft 50 bis 70 % unter WordPress mit vergleichbarem Ergebnis.

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Die Entscheidungsmatrix: Drei Fragen, die alles klären

Frage 1: Wie groß ist die Organisation, wie komplex die Inhaltsstruktur?

Bis 50 Mitarbeiter, einfache Struktur: WordPress oder Webflow. Wenig Redakteure, überschaubare Inhalte, keine Freigabeprozesse — da braucht es kein Enterprise-System.

50 bis 200 Mitarbeiter, mittlere Komplexität: WordPress oder TYPO3. Mehrere Redakteure, erste Freigabeprozesse, eventuell zwei Sprachen — hier beginnt der Bereich, wo WordPress mit den richtigen Plugins reicht oder TYPO3 mit seiner nativen Mehrsprachigkeit die strukturiertere Lösung bietet.

200+ Mitarbeiter, international, dezentrale Redaktion: TYPO3, Drupal oder Headless-Architektur. Viele Redakteure, viele Sprachen, gestaffelte Rechte, komplexe Inhaltsstrukturen — hier braucht es ein System, das für diese Komplexität gebaut wurde.

Frage 2: Welche Systemintegration wird gebraucht?

Keine oder Standard-Plugins reichen: WordPress, Webflow. Kontaktformular, Newsletter-Anbindung, Google Analytics — Standardkost.

CRM-Anbindung, API-Zugriff: TYPO3, WordPress mit Entwicklung. HubSpot, Salesforce, Pipedrive — machbar mit allen Systemen, aber mit TYPO3 und WordPress am schnellsten umgesetzt.

Tiefe Integration: ERP, PIM, DAM, mehrere Datenquellen: Drupal, TYPO3 mit Headless-Erweiterung oder eine API-first-Architektur. Wenn die Website Daten aus SAP zieht, Produktbilder aus einem DAM holt und Bestellungen an ein ERP weiterleitet — dann braucht es ein System mit einer durchdachten API-Architektur.

Frage 3: Wer pflegt das System langfristig?

Kein internes technisches Team: WordPress, Webflow. Updates müssen ohne Entwickler möglich sein. Hosting muss gemanagt sein. Support muss per Telefon erreichbar sein.

IT-Team vorhanden, kein CMS-Spezialist: TYPO3. Das IT-Team kann Updates einspielen, Backups prüfen und kleinere Anpassungen machen — aber braucht keine Symfony-Kenntnisse.

Eigene Entwicklungskapazität oder verlässlicher externer Partner: TYPO3 mit Enterprise-Konfiguration oder Drupal. Enterprise-CMS braucht kontinuierliche technische Betreuung. Ohne sie wird das System zum Risiko.

Die häufigsten Fehler bei der CMS-Wahl

Fehler 1: Das teuerste System nehmen, weil es „zukunftssicher" klingt. Zukunftssicherheit entsteht nicht durch Komplexität, sondern durch Passung. Ein WordPress, das richtig aufgesetzt ist, ist zukunftssicherer als ein Enterprise-CMS, das niemand warten kann.

Fehler 2: Das billigste System nehmen und hoffen, dass es wächst. Webflow für 3.000 Euro aufsetzen und dann zwei Jahre später feststellen, dass man ein PIM, eine API und 15 Redakteursrollen braucht — das ist der teure Weg.

Fehler 3: Das System der Agentur nehmen, statt das System für das Projekt. Jede Agentur hat ein Lieblingssystem. Das ist menschlich. Aber es ist nicht immer im Interesse des Kunden. Fragen Sie nicht „Was könnt ihr?" — fragen Sie „Was brauche ich?"

Fehler 4: Sich von Feature-Listen blenden lassen. Jedes CMS kann alles — auf dem Papier. In der Praxis ist die Frage nicht, ob ein Feature existiert, sondern wie gut es implementiert ist, wie stabil es läuft und wie viel es in der Wartung kostet.

Fehler 5: Keine Exit-Strategie haben. Was passiert, wenn Sie das CMS in fünf Jahren wechseln wollen? Wie gut sind Ihre Inhalte exportierbar? Wie abhängig sind Sie von einem Anbieter? Open-Source-Systeme (WordPress, TYPO3) haben hier einen strukturellen Vorteil gegenüber proprietären Plattformen.

Warum wir das so direkt sagen

Wir bauen WordPress-, TYPO3- und Webflow-Projekte — je nachdem, was zum Vorhaben passt. Wir haben kein Interesse daran, jemandem ein System zu implementieren, das er in zwei Jahren nicht mehr warten kann oder das schlicht zu viel für das Vorhaben ist.

Werkzeugdenken heißt: Das Richtige nehmen. Nicht das Teuerste, nicht das Populärste, nicht das, was die eigene Agentur am besten kennt. Wenn du dir nicht sicher bist — ruf an. Das klären wir in einem Gespräch, ohne Verkaufsdruck.

Häufige Fragen

Für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter mit Standardanforderungen sind WordPress oder Webflow in den meisten Fällen die richtige Wahl. WordPress bietet mehr Flexibilität durch Plugins, Webflow mehr Design-Kontrolle ohne Entwickler. Beide liegen im Budget zwischen 5.000 und 30.000 Euro für die Implementierung. Die Entscheidung zwischen beiden hängt davon ab, ob Sie langfristig Entwickler einbinden wollen (WordPress) oder möglichst unabhängig arbeiten möchten (Webflow).

In den meisten Fällen reicht ein gut konfiguriertes Standardsystem. Enterprise-Lösungen lohnen sich erst ab einer bestimmten Komplexitätsschwelle: mehrere Sprachen jenseits von Deutsch und Englisch, tiefe Systemintegrationen, 20+ Redakteure mit unterschiedlichen Rechten. Für den typischen deutschen Mittelständler mit einer dreisprachigen Website ist TYPO3 fast immer die effizientere und günstiger wartbare Lösung.

Eingeschränkt. Webflow hostet auf US-Infrastruktur (AWS und Fastly). Seit dem EU-US Data Privacy Framework (2023) ist die Datenübertragung in die USA unter bestimmten Bedingungen wieder zulässig, aber die rechtliche Lage bleibt fragiler als bei EU-gehosteten Lösungen. Für Behörden, Gesundheitswesen oder Finanzdienstleister ist Webflow in der Regel kein gangbarer Weg.

Das hängt von der Teamstruktur ab. WordPress ist schneller aufgesetzt, hat mehr Themes und Plugins und braucht weniger technisches Know-how im Alltag. TYPO3 bietet nativ bessere Mehrsprachigkeit, granulare Berechtigungen und eine stärkere Struktur für große Seitenmengen. Wenn die Organisation ein IT-Team hat und die Website mehr als 200 Seiten umfasst, gewinnt TYPO3. Wenn Geschwindigkeit und Budget im Vordergrund stehen, WordPress.

Das hängt vom Ausgangssystem, der Datenmenge und den Integrationen ab. Ein Wechsel von WordPress zu TYPO3 für eine mittlere Corporate Website kostet 30.000 bis 80.000 Euro. Von Webflow zu WordPress 15.000 bis 40.000 Euro. Die versteckten Kosten liegen in der Content-Migration, der URL-Umleitung für SEO und dem Schulungsaufwand für Redakteure.

Realistisch: fünf bis zehn Jahre. Danach stehen Technologiewechsel, Designrelaunches oder geänderte Anforderungen an, die einen Wechsel oder eine grundlegende Überarbeitung erfordern. Deshalb ist die Wartbarkeit über diesen Zeitraum mindestens so wichtig wie die initiale Feature-Liste.

CMS WordPress TYPO3 Drupal Webflow Entscheidung Mittelstand

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